Jeder redet über Wärmepumpen, die Anfragen kommen trotzdem beim Kollegen an? Das liegt fast nie am Können. Es liegt daran, dass der Kunde wochenlang online recherchiert – vor allem zur Förderung – und dabei den Betrieb findet, der genau darauf eine klare Antwort parat hat. Diese Antwort kannst du sein.
Ich bin Mustafa von Numara Design aus Pforzheim und baue Websites für Handwerksbetriebe. Beim Thema Heizung und Sanitär sehe ich einen Punkt immer wieder: Die guten, großen Aufträge – eine Wärmepumpe samt Umbau – entstehen heute über eine gezielte Suche im Netz. Wer dafür eine eigene Seite hat, gewinnt sie. Wer nur eine allgemeine „Wir machen Heizung“-Seite hat, geht leer aus.
Ein Auftrag, der die ganze Website trägt
Rechnen wir kurz. Eine Wärmepumpen-Installation liegt laut Verbraucherzentrale (Stand 2025) im Schnitt bei rund 36.000 Euro. Das ist kein Kleinkram. Selbst wenn nur ein Teil davon deine Marge ist: Schon ein zusätzlicher Auftrag im Jahr, den du sonst nie bekommen hättest, deckt eine professionelle Website um ein Vielfaches.
Deshalb ist die Rechnung bei SHK anders als bei vielen anderen Branchen. Du brauchst keine hundert Anfragen. Du brauchst die richtigen, wenigen – Hausbesitzer, die es ernst meinen und wissen wollen, wie es mit Förderung läuft. Genau die holst du mit einer Landingpage ab.
~36.000 €
durchschnittliche Kosten einer Wärmepumpen-Installation – ein Auftrag trägt die Website oft mehrfach.
Quelle: Verbraucherzentrale, 2025
~32.600 €
Kosten, die eine unbesetzte Fachkraft-Stelle im Schnitt verursacht – Grund für eine gute Karriereseite.
Quelle: KOFA / IW, 2025
246 Tage
bleibt eine SHK-Stelle im Schnitt offen – Personal ist genauso ein Engpass wie Aufträge.
Quelle: KOFA / IW, 2025
Warum eine eigene „Wärmepumpe + Förderung“-Seite gewinnt
Das Erste, was ein Hausbesitzer bei einer Wärmepumpe googelt, ist nicht der Preis – es ist die Förderung. „Wie viel Zuschuss bekomme ich?“, „Lohnt sich das für mein Haus?“ Diese Fragen tippt er wochen-, manchmal monatelang immer wieder. Wenn deine Website darauf eine einfache, ehrliche Antwort gibt, landet er bei dir. Nicht bei einem anonymen Vergleichsportal.
Eine Landingpage ist einfach eine Seite mit einem einzigen Ziel: dieser Person alles zu Wärmepumpe und Förderung an einem Ort zu geben – und sie am Ende zur Anfrage zu führen. Keine zwanzig Unterseiten, kein Bauchladen. Ein klarer Weg.
Der Fehler, den ich oft sehe: Wärmepumpe ist nur ein Stichwort in einer langen Leistungsliste. Damit findet Google die Seite kaum, und der Kunde fühlt sich nicht angesprochen. Eine eigene Seite, die nur dieses Thema behandelt, wird gefunden – und überzeugt.
Diese Bausteine gehören auf die Seite
Du musst das Rad nicht neu erfinden. Eine gute Wärmepumpen-Landingpage besteht aus wenigen, klaren Teilen, die jede Frage des Kunden der Reihe nach beantworten:
- 1Förderung einfach erklärt: In zwei, drei Sätzen, dass es Zuschüsse gibt und dass du beim Antrag hilfst. Keine Paragrafen, kein Amtsdeutsch.
- 2Der Ablauf: Was passiert von der Anfrage bis zur fertigen Anlage? Schritt für Schritt, damit der Kunde sich sicher fühlt.
- 3Referenzen: Echte Fotos umgesetzter Anlagen in der Region. Das schafft mehr Vertrauen als jedes Versprechen.
- 4Anfrageformular: Kurz. Name, Ort, was gebraucht wird. Je weniger Felder, desto mehr Anfragen.
- 5Notdienst Heizung: Ein Hinweis, dass du auch bei Ausfall erreichbar bist – das bringt zusätzlich die dringenden Anfragen.
Vorsicht bei Förder-Zahlen
Förderprogramme und Prozentsätze ändern sich immer wieder. Schreib deshalb keine festen Beträge auf die Seite, die morgen veraltet sind. Besser: „Es gibt attraktive Zuschüsse – wir prüfen im Gespräch, was für dein Haus möglich ist.“ Das bleibt richtig und bringt den Kunden trotzdem ins Gespräch.
Ehrlich bleiben: Kapazität ist die halbe Miete
Ein Punkt, den ich mit jedem SHK-Kunden bespreche: Eine gute Landingpage kann dir mehr Anfragen bringen, als du abarbeiten kannst. Das ist kein Grund, sie nicht zu bauen – aber ein Grund, ehrlich zu sein. Schreib ruhig hin, wenn die nächsten Termine erst in einigen Wochen frei sind. Das schreckt seriöse Kunden nicht ab, im Gegenteil: Ein voller Kalender wirkt wie ein Gütesiegel.
Und du kannst die Anfragen filtern. Wer bereit ist, ein kurzes Formular mit ehrlichen Angaben auszufüllen, meint es meist ernst. So kommst du raus aus den zähen „was kostet das denn so ganz grob“-Telefonaten und rein in echte Projektgespräche.
Mein ehrlicher Tipp
Fang mit einer einzigen, sauberen Wärmepumpen-Seite an, statt die ganze Firmenwebsite umzubauen. Diese eine Seite kann für sich stehen, in die Google-Suche einsteigen und Anfragen bringen. Wenn sie läuft, kannst du den Rest immer noch nachziehen.
Der unterschätzte Bonus: eine Karriereseite
Dieselbe Website löst noch ein zweites Problem, das SHK-Betriebe genauso hart trifft wie fehlende Aufträge: Personal. Die Zahlen sind eindeutig. Eine unbesetzte Fachkraft-Stelle kostet im Schnitt rund 32.600 Euro (KOFA/IW, 2025), und im SHK-Bereich bleibt eine Stelle im Schnitt 246 Tage offen. Das ist teurer als jede Website.
Eine ehrliche Karriereseite – wer ihr seid, wie es bei euch zugeht, echte Fotos vom Team – wirkt auf einen jungen Anlagenmechaniker genauso wie die Wärmepumpen-Seite auf den Kunden. Er googelt euch, bevor er sich bewirbt. Wenn er da nichts oder nur eine lieblose Seite findet, bewirbt er sich woanders.
Das Schöne: Beides läuft über dieselbe Website. Eine Seite für gute Aufträge, eine Seite für gute Leute. Zwei der größten Engpässe im Handwerk, mit einem Werkzeug angegangen.
Das Fazit für deinen Betrieb
Wärmepumpen sind gefragt, und die Kunden dafür recherchieren online – vor allem zur Förderung. Wer eine eigene, klare Landingpage dazu hat, fängt genau diese hochwertigen Anfragen ab, während andere in der allgemeinen Leistungsliste untergehen. Bei einem Durchschnittsauftrag um 36.000 Euro reicht ein Job, damit sich das rechnet. Bleib dabei ehrlich zu Kapazität und Förderung – das ist kein Nachteil, sondern genau der Ton, dem seriöse Kunden vertrauen.
Passend dazu: Elektriker-Website: bei Google vor Ort gefunden werden und Handwerker-Portale: was Leads wirklich kosten.